Wie angekündigt erschien am 18. Oktober 2007 der neue Release von Ubuntu mit dem Decknamen Gutsy Gibbon. Ich möchte hier nicht mehr auf die allgemeinen Neuerrungenschaften eingehen, da diese schon in der Fachpresse überall diskutiert wurden. Stattdessen möchte ich die für mich wichtigen neuen Features und einige Tipps geben.

Vor allem Notebookbenutzer dürfen sich am Kernel 2.6.22.x erfreuen und somit die Unterstützung für das Utility powertop. Dieses kann via das Repository einfach installiert werden. Das Tool zeigt verschiedene Tipps zur Erhöhung der Batterielaufzeit an und bietet eine kurze Übersicht über die aktuelle CPU-Frequenz.
Standardmässig ist Compiz Fusion bereits installiert und wird auch verwendet, sofern der von AIXGL unterstütze Grafiktreiber vorhanden ist. Bei den meisten Intel und nVidia Chips sind die Desktopeffekte ohne weitere Konfigurationen aktiviert. Ein wenig anders sieht es bei allen Benutzer aus, welche auf den fglrx Treiber zurückgreifen müssen. Dieser arbeitet nicht mit AIXGL zusammen und benötigt daher den XGL Xserver. XGL kann auch über das Repository installiert werden und wird nach der Installation standardmässig verwendet. Wer jedoch XGL wieder deaktivieren möchte aber nicht deinstallieren, kann ein File mit dem Namen disable in ~/.config/xserver-xgl anlegen.
Bei einer neu implementierten Funktion, bin ich mir bis jetzt nicht im klaren, ob es sich dabei um ein unvollständiges Feature, ein vollständiges Feature oder ein Bug handelt. Wie es vor allem von MacBooks bekannt ist, gibt es die Möglichkeit im Power-Management eine Option zu setzen, dass der Bildschirm z.B. bei Batteriebetrieb nach 30 Sekunden idle gedimmt werden soll. Eigentlich eine nützliche Funktion, nur wird der Bildschirm nicht automatisch wieder auf die ursprüngliche Helligkeit erhöht, wenn weitergearbeitet wird. Dies muss manuell z.B. mit Hilf der Tastenkombination FN + Key erledigt werden.
Zum letzten Hinweis, welcher nur Benutzer betrifft welche das tp-fancontrol Script [1] verwenden und von Feisty Fawn nach Gutsy Gibbon geupdated haben. Wie im Kommentar des Blog-Eintrags erwähnt, empfehle ich das Einbinden des Scripts nach init.d bzw. ins Runlevel 2 (/etc/rc2.d). Der symbolische Link nach /etc/inet.d/tp-fancontrol muss im Ordner /etc/rc2.d eventuell gelöscht und nochmals sauber erstellt werden. Aus einem mir unerklärlichen Grund kann es da zu Problemen nach dem Update kommen.
[1]:
http://weblog.burgernet.ch/index.php?/archives/75-ACPI-Fan-Control-+-Lenovo-ThinkPad-T60-und-Ubuntu-Feisty-Fawn.html